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Als Nina von Klangheimlich mich besuchen kam, erschien zeitgleich auch die erste Ottobre Kids für dieses Jahr auf dem Markt. Mein Zeitschriftenladen wird immer erst relativ spät beliefert und so kam es, dass Nina sie schon vor mir in ihren Händen hielt und mir deshalb sagen konnte, dass es eine durchaus gelungene Ausgabe sei.

Ich tigerte nun quasi täglich wie ein Raubtier auf (Lese)Futtersuche durch die Zeitschriftenregale und hätte fast einen kleinen Freudenschrei von mir gelassen, als ich sie dann endlich entdeckte. Was soll ich noch groß sagen? Nina hat vollkommen recht: Eine wirklich tolle Ausgabe des Magazins. Mit hübschen Teilchen für die ganz Kleinen, aber auch sehr lässigen Outfits für die Großen.

Zu doof, dass mir von Anfang an ein Kaputzenkleidchen besonders gut gefiel – „Wild Cat“. Zu doof, weil der Schnitt für die kleinsten unserer Erdenbürger konzipiert ist. Die größte vorhandene Kleidergröße war 92. Da ich bekanntlich aktuell mit keinem Babymädchen dienen kann, stand ich vor einem kleinen Experiment: Ich musste den Schnitt hochrechnen. 

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Im Grunde kein Problem, wenn man sich Zeit nimmt und es sorgfältig macht. Dennoch gibt es kleine Fallen, in die man tappen kann, wenn man diese Methode wählt. Denn was einem Baby bis Gr. 92 passt, könnte an meiner vierjährigen Tochter ganz furchtbar sitzen, weil die Proportionen einfach nicht mehr stimmen. Also rechnete ich den Schnitt gewissenhaft hoch, verglich mit anderen Schnittmustern und achtete auf ein ähnliches Maß bei den Armkugeln, dem Halsausschnitt und der Weite.

So weit so gut. Der Rohling lag nun vor mir und das Kribbeln in meinen Fingerspitzen war fast nicht mehr auszuhalten. Also machte ich kein Probestück aus „altem“ Stoff, sondern schnitt gleich einen meiner absoluten Stoffschätze an. Call me Miss Ungeduld AND Miss Völligbekloppt. Nicht auszudenken, wenn das Experiment in die Hose gehen würde…

ES HAT GEKLAPPT!!!! Und „Birdy Love“ aus der Feder von Pamela von Enemenemeins und produziert durch Lillestoff ist so eine Augenweide, dass ich am liebsten selber nochmal vier Jahre alt wäre *lach*

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Kommen wir wieder zur obligatorische Frage: “Was würdest du beim nächsten Mal anders machen?” 

Wie ihr erkennt, habe ich mich nicht ganz an die Anleitung für dieses Schnittmuster gehalten. So ist die Kapuze gefüttert und so angenäht, dass die Halsausschnittnaht unsichtbar bleibt. (Wirklich sehr hübsch anzusehen!). Die Streifenversäuberung mache ich grundsätzlich auf die (sehr) faule Art und Weise, indem ich nur einmal umklappe und nicht zwei Mal. Danach steppe ich diese im Nahtschatten mit einer etwas größeren Stichbreite ab und schneide es von der Rückseite knappkantig ab – sieht auch jedes Mal sehr sauber und hübsch aus. Dadurch habe ich nicht drei Lagen Stoff, die ich mühsam und akurat bearbeiten muss.

Den unteren Rocksaum habe ich versäumt und nochmals eine 10 cm Breite Rüsche aus dem Futterstoff der Kapuze abgebracht. DIESER Kniff verleiht dem Kleidchen erst den richten Schliff, finde ich.

So wurde also aus einem „Babyschnitt“ ein richtiges Sahneteilchen für meine Tochter und ich verspreche euch: In „echt“ sieht das Kleid nochmal dröftausend Mal schöner aus!!!

Schnitt: “Wild Cat” Tunika aus der Ottobre Kids 01/15 // vergrößert und umgewandelt nach meinem Geschmack

Material: “Birdy Love”-Jersey aus der Feder von Enemenemeins und violetter Sreifenjersey ebenfalls produziert durch Lillestoff, pink meliertes Strickbündchen, Holzperlen und ein zartvioletter Reißverschluss

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4 Kommentare
  1. Ziska sagte:

    Da ist dir wirklich ein ganz besonderes Sahneteilchen gelungen! Das mit dem Hochrechnen von Schnitten kenne ich ;-)
    Ich bin aktuell gerade dabei einen Overall für den Spatzenmann zu vergrößern.

    Liebe Grüße
    Ziska

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    • Moni sagte:

      Haha – da gebe ich dir Recht meine Liebe, wobei mir echt die Pumpe ging als ich mit dem Rollschneider durch den letzten Rest von diesem Lieblingsstoff glitt *lach*

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