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Herzklopfen

Mir schlägt mein Herz bis in den Kopf.
Dieses Gefühl, als wenn der eigene Magen in den Kniekehlen hängt und das Herz mitten im Kopf schlägt.
Dudum. Dudum. Dudum.

Vorgestern hatte ich ein schönes Treffen mit einer lieben Freundin und selbstverständlich wollte sie gerne wissen, wie ich mich fühle. Ich erkläre ihr, dass mir mein Bauchgefühl bereits mit dem positiven Schwangerschaftstest gesagt hat, dass diese Schwangerschaft sehr stabil ist. Nichts und niemand wird dieses Baby vor seiner Zeit aus mir bekommen. Haltet mich ruhig für naiv, aber genau so fühlt es sich an.
In der einzigen Schwangerschaft, welche ich nicht halten konnte… durfte, hatte ich von Anfang an ein schlechtes Gefühl, eigentlich schon Angst. Bis ich schlussendlich mein Baby damals gehen lassen musste. Ich war so voller Trauer. Vielleicht hat mich diese Erfahrung aber auch noch mehr darin bestärkt, auf mein eigenes Gefühl zu hören.

Ich plauderte deshalb fröhlich drauf los. Erzählte ihr, dass ich mich ganz sicher und stark fühle, aber die Hormone in mir Tango tanzen würden. In keiner meiner Schwangerschaften ist die Übelkeit so präsent wie in dieser. Sie überfällt mich über den ganzen Tag, in Wellen. Ich spüre genau, wann sie kommt und wieder abflacht. Aufhalten konnte ich sie mit den üblichen Hausmitteln bisher nicht und das ist – über die Wochen, die bereits vergangen sind – ziemlich ermüdend. Im wahrsten Sinne des Wortes! Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht tagsüber mindestens 20 Minuten schlafen muss. Es rafft mich einfach nieder.
Meine Gebärmutter wächst. Nach den vier vorangegangen Schwangerschaften kann ich das in dieser sehr deutlich spüren. Sie richtet sich auf und drückt gegen mein Inneres. Kurz nach dem Aufstehen kann ich sie noch im Liegen leicht tasten. Ich freue mich schon so sehr auf die ersten zaghaften Bewegungen.  Weiterlesen

22 Wochen und 6 Tage

22+6Blog

Heute könnte ich den ganzen Tag auf Wolke Sieben schweben und diesen Eintrag damit voll schreiben, wie süß doch der kleine Mann in mir ist. Wirklich, in echt und so!

Heute war nämlich eine weitere Vorsorgeuntersuchung an der Reihe und dieses Mal durfte das Tochterkind exklusiv mit, um ihren neuen kleinen Bruder zu bestaunen. Schon seit Tagen liegt sie mir in den Ohren und würde wohl möglich selbst am liebsten an der Uhr drehen, nur damit ich ihr endlich sagen kann, dass heute der Tag der Tage ist.
Ihren Gesichtsausdruck, als es heute früh endlich hieß, dass wir beide zum Arzt fahren, brauche ich euch deshalb wohl nicht beschreiben, oder? Sie streichelte herzlich über meinen Bauch und erzählte dem Bauchbewohner, dass sie sich sehr auf ihn freuen würde. Herzschmelz!

Sie begleitete mich vorbildlich bei allen Untersuchungen und zeigte viel Interesse an dem Thema Schwangerschaft an sich. Der Ultraschall, oder wie sie es nannte „So eine Art Computerbild“, war selbstverständlich DAS Highlight und auch ich konnte meine Augen nicht vom Bildschirm nehmen. Vor allem weil die Ärztin der Püppi einen ganz besonderen Anblick auf ihren Bruder schenken wollte und deshalb in den 3D-Modus umschaltete.  Weiterlesen

10 Wochen und 0 Tage

ENDLICH! ENDLICH konnte ich dich heute beim Ultraschalltermin wiedersehen! Wer auch immer sich diese vier Wochen Frist ausgedacht hat, ist doof! So!

Schon gestern Abend konnte ich vor lauter Aufregung und „Was wäre wenn“-Gedanken nicht einschlafen. Zum Glück lag mein Termin am frühen Morgen und ich brauchte mich nicht noch durch den halben Tag zu quälen. Vorher hatte ich noch einen schnellen Termin bei der Grundschule, um noch fehlende Unterlagen für die Einschulung deiner großen Schwester vorbeizubringen.

Weil wir deshalb ein wenig zu früh unterwegs waren, konnte ich noch eine Runde durchs Einkaufszentrum drehen und mich mit Zeitschriften für die mögliche Wartezeit eindecken. „Blöd“ nur, dass ich dann beim Doc gar nicht warten musste. Eine Runde Pipi, wiegen (öhm… zeigt die Waage einfach mal 2 Kilo mehr als unsere Haushaltswaage an… Das nenne ich GEMEIN!) und nochmal Blut abnehmen war an der Reihe. Beim letzten Mal hatte ich übersehen, den Toxoplasmose-Test in Auftrag zu geben und außerdem wurde der Eisenwert kontrolliert. (Er liegt bei 13 und ist somit so hoch wie noch nie bei mir. Yeah!)

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Mein Blutdruck hat alle Schallmauern durchbrochen, so aufgeregt und gehetzt war ich. Erst bei der zweiten Messung nach dem Ultraschall hat er sich etwas beruhigt. Dennoch möchte ich die nächsten Tage eine Art Tagebuch führen um die Werte zu kontrollieren.

Die Ärztin schaute zuerst nach dem Muttermund, welcher laut ihrer Aussage wunderbar fest und verschlossen ist. Danach schallte sie zuerst über den Bauch und ich entdeckte dich sofort. Du bist mittlerweile ein ganz schön großes Gummibärchen geworden und ganze 3,5 cm groß. Dein Herz schlägt stark und du hast dich munter in deiner Fruchthöhle umher bewegt. Du bist zeitgerecht entwickelt und passt genau in die 11. Schwangerschaftswoche.

Nur seitlich konnten wir dich nicht aufs Bild bannen und damit keinen kleinen Blick auf die Nackenfalte werfen. Da wir uns gegen eine pränatal-diagnostische Untersuchung entschieden haben, werden wir diesbezüglich auch in den nächsten Wochen keine Anhaltspunkte haben. Es gäbe für uns so oder so keine Konsequenz daraus. Du bist du.

Während du also so vor dich hin schwammst, hast du deine Beine ausgestreckt und mit der linken Hand mir mehrfach zugewunken. Ich konnte sogar deine einzelnen Fingerglieder sehen (aber vergessen zu zählen *lach*)

Der nächste Termin ist mal wider erst in vier Wochen. Möp! Dann theoretisch sogar ohne Ultraschall. Doppelmöp. Und ich habe ganz vergessen nachzufragen, ob man in dieser Praxis einen Extra-Ultraschall dazubuchen kann. Muss ich nach den Feiertagen dringend nachholen.

Bis dahin erfreue ich mich einfach an dem Gedanken, dass du in mir bist. Du bist wirklich in mir!!! <3

7 Wochen und 3 Tage

Heute ist ein so ereignisreicher Tag, dass ich um die Mittagszeit bereits total erschlagen bin. Die Nacht war kurz und der Morgen wunderbar. Deine große Schwester hat heute Geburtstag und wird sage und schreibe F Ü N F Jahre alt.

Fünf. Ich meine eine ganz Hand voll! Quasi schon fast erwachsen wenn es nach ihr geht. Du wirst es nicht besser treffen als mit ihr als große Schwester, dass sage ich dir. Sie selbst freut sich schon einen Keks wegen dir und kann es kaum abwarten bis du da bist. Das hast du übrigens geschickt gelöst bereits im nächsten Juli deine Zelte hier aufzuschlagen, denn somit bist du noch vor dem bisher größten Ereignis in der Laufbahn deiner große Schwester, dem Schuleintritt, da und lässt dir dadurch nicht die Show stehlen.

Nachdem mich bereits einige Tage ein starkes Ziehen und auch immer mal vereinzelte Muskelkrämpfe in den Mutterbändern begleitet, habe ich heute Vormittag gleich deinen großen Bruder geschnappt und bin mit ihm zur Frauenärztin gedüst, damit sie einmal nach dir schauen und mir ein Magnesium-Präparat verschreiben konnte.

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Du hast in sieben Tagen deine Körpergröße verdoppelt und dass nenne ich eine wahre Meisterleistung! Dein Herz schlägt nach wie vor unaufhörlich (auch wenn ich es kurzzeitig nicht direkt gesehen und deshalb fast selbst einen Herzinfarkt erlitten habe). Außerdem bin ich nach Ultraschall wie auch beim letzten Mal ein wenig weiter als der Zyklus bestimmt. Deshalb weiß ich immer nie genau was ich in den Titel schreiben soll. Aber solange die Ärztin nicht am Entbindungstermin dreht, belasse ich es bei 7+3 Wochen anstatt der 7+6 Wochen nach Ultraschall.

Ich bin auf jeden Fall nun hundemüde, nach über zwei Stunden im Wartezimmer und noch etlichen Busverspätungen dazu. Dein großer Bruder hat die Latte an gutem Benehmen mit zwei Jahren übrigens SEHR hoch gelegt, nur damit du es weißt. Hust.

6 Wochen und 4 Tage

Wenn einem gefühlt ganze Berglandschaften vom Herzen fallen, dann ist das so befreiend und erlösend wie es nur sein kann. Vorgestern war ein Tag, an dem mich mehrmals dieses Gefühl überrollt hat.

Es hat genau eine einzige Sekunde gedauert bis ich dich gesehen habe. Ob es jetzt dran lag, dass du mein drittes Kind bist, dass weiß ich nicht, aber als das typische wirre Schwarz/Weiß auf dem Bildschirm bei der Frauenärztin erschien, da war ich nicht verwirrt wegen des Wirrwarrs, sondern sah sofort dich. Deine Fruchthöhle, deinen Dottersack und ganz klar dich.

Dein Herzschlag war so kräftig und stark, dass selbst der Ärztin ein „Oh, sie sind aber schon ganz schön weit“ entwich. „Ich schätze 6+3… Oh, laut Ultraschall sogar 6+6“. Entweder habe ich mich also mit dem Eisprung vertan, was ich ehrlich gesagt weniger glaube, weil ich ihn eindeutig gespürt habe, oder aber du bist schlichtweg jetzt schon ein kleiner Riese. So wie der Rest deiner Familie.

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Du bist dennoch erst winzig kleine 7 mm groß und hast bereits ein Herz, welches kräftig und ständig schlägt. Wie verrückt dieses Wunder „Mensch“ doch ist, oder? Ich meine 7 mm… Das ist so klein wie ein Reiskorn. Noch nie hat ein Reiskorn so viel Bedeutung in meinem Leben gehabt! Auch sonst bist du zeitgerecht entwickelt und scheinst dich pudelwohl zu fühlen. Die Ärztin füllte auf meinen Wunsch einen weiteren Mutterpass aus, damit auch du diesen irgendwann in deiner Erinnerungskiste haben kannst und beglückwünschte mich mehrmals zu dieser Schwangerschaft.

Ich mag unsere neue Ärztin. Sie ist einfühlsam, ruhig und nicht so distanziert und kalt. Sie behandelt mich nicht wie ein alltägliches Objekt, sondern zeigt Interesse an mir als Menschen mit meiner individuellen Situation. Die „alte“ Ärztin war auch super, so ist das nicht, nur leider einfach zu weit weg und damit war das ein K.O.-Kriterium für unsere Zeit. Flexibilität steht in unserer Schwangerschaft nämlich an oberster Stelle. Schließlich muss der normale Wahnsinn Alltag nebenher trotzdem gemeistert werden.

Nun heißt es wieder literweise Blut zur Verfügung zu stellen, damit alle möglichen Tests gemacht werden können und sollte alles nach Plan verlaufen, so sehe ich dich noch vor Weihnachten wieder. Drei Wochen können wirklich furchtbar lang sein!