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Heute stand die letzte große Vorsorgeuntersuchung in dieser Schwangerschaft auf dem Plan.
Selbstverständlich versorgt mich meine Hebamme und Frauenärztin auch weiterhin in den +/- 9 Wochen, aber besonders ausführliche Ultraschalluntersuchungen oder Ähnliches stehen fürs Erste nicht mehr an.

Nachdem mir bereits am Morgen eine Dame am sehr vollen Bahnsteig ihren Sitzplatz angeboten hat, musste ich mir eingestehen, dass ich wohl wesentlich schwangerer aussehe als ich mich tatsächlich fühle. Die Wehwehchen halten sich nämlich in Grenzen und bis auf ein bisschen Wasser und das Karparltunnelsyndrom gibt es nur die üblichen Endzeit-Problemchen.
Ständig stoße ich mit dem Bauch an oder es landet einfach jeder zweite Bissen meiner Mahlzeit auf ihm, dem kleinen Mann darin, der nach wie vor so aktiv wie keiner der drei Bauchbewohner zuvor ist und es mich täglich in allen Varianten spüren lässt. Seit zwei Tagen ist die linke Seite seine Kuschelecke und die Füße streckt er mit Schwung unter meine Rippen.
In der Nacht bleibt mir nichts anderes übrig als mich meinem Harndrang zu ergeben, egal wie sehr ich mich auch dagegen wehren möchte. Denn Schlaf ist mir, vor allem im Familienalltag mit drei Kindern, wirklich SEHR heilig!

Meine Hebamme hat mir empfohlen, in den nächsten Wochen vermehrt einen Bauch- oder auch Stützgurt zu tragen. Dadurch, dass ich bereits drei Kinder mein Eigen nennen darf, ist der Platz in meiner Gebärmutter nämlich so groß, dass er sehr viel Freiraum hat. Er hat sich zwar in den letzten Wochen aus der Schieflage in die gewünschte Schädellage gedreht, aber um ihm einfach mehr Halt in dieser Position zu bieten, soll der Gurt ihm helfen. Sie erzählte mir auch, dass sie aus diesem Grund bei Mehrgebärenden solch einen Stützgurt auch manchmal unter der Geburt anbietet, um das ganze Einfinden in die richtige Lage und den nötigen Druck auf den Muttermund zu erleichtern. Auf jeden Fall konnte ich ein Rezept hierfür von meiner Ärztin mitnehmen und werde mir solch einen morgen in der Apotheke holen.

Das erste CTG fand er auf jeden Fall gar nicht lustig. Vor Empörung bekam er sogar Schluckauf und wehrte sich mit gezielten Tritten gegen den Schallkopf, so dass die Arzthelferin nach ein paar Minuten mir das ganze Ding wieder abgeschnallt hat. Durchsetzungsvermögen to the max ohne, dass er überhaupt das Licht der Welt erblickt hat! Das, was sie aber aufgezeichnet hat, war vorbildlich und weit und breit auch keine Wehe zu sehen.

Der erste Blick aufs Ultraschallbild ließ auch weiterhin nichts von seiner Kooperationsfähigkeit erahnen. Beide Hände vor seinem Gesicht und wieder erntete ich fuchsteufelswilde Tritte. So gerne ich mir diesen kleinen Menschen auch anschaue, aber für mich hat dieses ganze vehemente „Ankämpfen“ gegen die Untersuchungen nochmal gezeigt, dass meine Entscheidung, diese vor allem in den letzten Wochen auf ein Minimum zu reduzieren, der richtige Weg ist. Sowohl die Plazenta war kalkfrei, die Fruchtwassermenge völlig in Ordnung und sein Wachstum einheitlich zueinander. Rund 1740g und 44cm konnte die Frauenärztin berechnen!
Damit ist er laut Tabelle zwar eine Woche weiter als geplant, aber die ganzen Maß-Orientierungen sind standardisiert und gelten sowohl für eine Frau, welche 1,50m oder auch 1,80m ist. Dass unser Sohn bei solch großen Eltern kein Winzling ist, haben wir auch nicht anders erwartet. Nur gut, dass auch meine Frauenärztin mir diesbezüglich überhaupt keinen Druck macht.

Nachdem wir beim letzten Mal gar keinen Blick mehr zwischen seine Beine geworfen hatten und im Freundes- sowie Bekanntenkreis gerade mehrfach das Phänomen passiert ist, dass beim nächsten Ultraschall plötzlich etwas „drangewachsen“ bzw. „abgefallen“ ist, wollten wir nochmal ein bisschen mehr Gewissheit, wenn das mit der Überraschung schon nicht funktioniert hat. Und siehe da: DAS konnte er uns wiedermal ohne Probleme zeigen! Es hat nur gefehlt, dass er dazu die Hüften geschwungen und im Kreis getanzt hat.