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Review: Janome Cover Pro 1000 cpx

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Auf diesen Artikel habe ich mich seit Wochen gefreut. Heute stelle ich euch in Zusammenarbeit mit Nähpark die Cover Janome Cover Pro 1000 cpx vor.  In den FAQ habe ich euch bereits meinen aktuellen Maschinenpark, welcher in meinem Nähzimmer steht, vorgestellt. Diesen konnte ich nun mit einer Cover vervollständigen.

Aber was ist eigentlich eine Cover? Wo liegt der Unterschied zur Nähmaschine oder Overlock?

Mit der handelsüblichen Nähmaschine, mit welcher mein Interesse am Nähen erst entfacht wurde, kam ich ziemlich schnell an meine Grenzen, was die Herstellung von Kleidung betrifft. Sicherlich kann man die Nähte von Shirt, Hose und Co. auch mit einem Zick-Zack-Stich oder dem dreifachen Gradstich nähen, damit die Naht elastisch ist, aber mein persönlicher Perfektionismus verlangte nach Nähten, welche wie gekauft aussehen. Außerdem vermisste ich neben dem ordentlichen Erscheinungsbild auch die schnelle Verarbeitung von solchen Overlocknähten. Falls ihr diese nicht direkt vor Augen habt, dann dreht euer getragenes Shirt mal auf links und betrachtet die Seitennähte. Sie sind geschnitten und gleichzeitig versäubert – da franst nix aus, die Nähte sind gesichert und sehen einfach super aus. Die Overlock ist deshalb nicht mehr aus meinem (Näh)Alltag wegzudenken.

Sind wir schon dabei nach einer Optik von gekaufter Kleidung zu streben, dann landet man auf kurz oder lang vor einer Cover. Ist euer Shirt noch auf links gedreht? Dann schaut mal auf den Saum. Dieser sieht von innen ein wenig wie eine festgesteppte perfekte Overlocknaht und von außen wie ein normaler doppelter Gradstich aus. Der Clou an der ganzen Sache ist: Die Cover steppt den Saum ab und säumt ihn gleichzeitig auf der Rückseite – das Ganze ist dazu noch elastisch. Diese Doppelnaht katapultiert euer selbstgenähtes Kleidungsstück quasi in den „High-End“-Bereich und macht die Optik perfekt. 

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Die Cover Janome Cover Pro 1000 cpx wird in der Regel mit zwei oder drei Nadeln verwendet und ermöglicht dadurch je nach Bedarf ein unterschiedliches Stichbild. Entfernt man z.B. die linke Nadel, erhält man einen schmale Doppelnaht von ca. 3 mm. Löst man die mittlere Nadel, so erhält man ein breites Stichbild, welches ich oft an Abschlüssen von Leggings oder Shirts sehe.

Im Grunde kann man jeden Abschluss eines Stoffes, ob Baumwolle, Jersey, Viskosestoffe, Dekostoff, (…) mit einer Cover versäubern. Der Differenzialtransport der Maschine lässt besonders elastische und dünne Stoffe unterm Füßchen gleiten, ohne dass sich dieser verzieht oder Wellen schlägt. (Vorausgesetzt man zieht und zerrt nicht am Stoff oder dehnt zu viel – Im Notfall hilft dann oft das Einbügeln der Naht mit viel Dampf!)

Eine besonders schöne Optik liefert vor allem das Stichbild auf der Rückseite einer Covernaht. In den letzten Monaten (gar Jahren?) hat sich gerade dieser Stich in den Köpfen als das Innbild des Coverns fest gebrannt. So dreht man sein Kleidungsstück einfach so, dass der Gradstich innen liegt und die Versäuberungsnaht als Ziernaht auf der Vorderseite erscheint.

Besonders schön macht sich diese Naht mit Kontrastgarn passend zum Stoff. Damit ist euch ein richtiger Hingucker ohne (zu)viel Schnickeldikram versprochen!

Jetzt hab ich so viel vom Covern an sich erzählt, dass ich noch kaum ein Wort zu meiner neuen Lieblingsmaschine, der  Janome Cover Pro 1000 cpx, gesagt habe. Macht man sich auf die Suche nach einer Covermaschine im mittleren Preisfeld, dann springt einen die Janome Cover Pro förmlich an. Ebenso ihr Ruf, eine kleine Diva zu sein, begleitet sie. Wobei man diesen Ruf im Grunde auch auf die Covermaschine an sich verallgemeinern kann: Man benötigt einfach ein bisschen mehr Kennenlernzeit als mit einer Overlock oder klassischen Nähmaschine. All das hat mich jedoch nicht abgeschreckt. Ich steh auf tolle Nähte und bin bereit, mich damit auseinanderzusetzen.

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Ärmel hoch krempeln, in die Hände gespuckt und los geht es. Der Paket-Mann schleppte mir mein neues Maschinchen freundlich bis zur Haustür und ich konnte es kaum erwarten, mich endlich vor sie zu setzen. In verschiedenen Foren hat man immer wieder von mysteriösen „schwarzen Nadeln“ für die Cover gesprochen, welche sich als wahre Wunder gegen Fehlstiche bewahren sollten und ein super Stichbild versprechen. Klar, dass ich die auch brauchte, hm? „Leider“ war die Maschine schneller als die Nadeln und deshalb konnte ich die ersten Nähte und Säume nur mit den mitgelieferten Nadeln ausprobieren, auch nicht schlecht!

Steigt die Spannung? Wird sich ihr Ruf als kleine Maschinen-Diva bewahrheiten? Hätte man mich nach dem ersten Abend gefragt, dann hätte ich dies schlichtweg bejaht. Voller Fragen und lauter Unwissen habe ich erstmal meinen Telefonjoker gezogen und Anni von Fräulein Emmama angerufen. (Hat man keine Anni mitten in der Nacht zur Hand (<3) dann bietet der Nähpark einen fantastischen Kundenservice an, welcher einem mit Rat und Tat zu Seite steht) Wie covert man im Kreis? Wie sichert man die Nahtenden? Warum ist so viel Druck auf der Naht und wieso lässt die Fadenspannung den Stoff nicht von der Maschine? Anni hat nämlich die gleiche Maschine zu Hause und konnte mich mit vielen Antworten, Tipps und Tricks beruhigt in mein Bett schicken. (Ich bin eine furchtbare Nachtnäheule…).

Ich probierte also an den Einstellungen rum, fragte meine tollen Nähmädchen von Instagram nach ihren Einstellungen zu verschiedenen Stoffarten (eine super erste Hilfe leistet übrigens der kleine Sticker auf der Maschine selbst!), lernte den Umgang mit dem Pedal der Maschine und in welchem Winkel ich wie den Faden vom Stoff lösen konnte. Auch die Sicherung des Fadens war im Nachhinein viel einfacher als gedacht. Bei Annelie von Ahoi findet ihr dazu eine super bebilderte Anleitung dazu!

Eine „Hebamme“ (Ein Stück Stoff, welches möglichst so dick wie das Nähstück gefaltet ist – in der Regel doppel-lagig) verhindert, dass man nach den ersten 2-3 cm Covern plötzlich Fehlstiche im Stoffstück hat. Die Maschine braucht nämlich ein bisschen „Anlaufraum“. Auch die schwarzen Nadeln empfehle ich von ganzem Herzen weiter. Sie haben meine Fehlstichrate auf ein klitzekleines Minimum reduziert, welches kaum noch zu erwähnen ist.

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Der oft gelesene Rat, dass die Janome ein wenig „Einspielzeit“ braucht, sollte man im Hinterkopf behalten und nicht das Schätzchen nach den ersten zwei, drei Nähten zum Teufel wünschen. Schließlich ist es am Ende eher der Nutzer als die Maschine, welcher eben diese Einspiel- und Kennenlernzeit nötig hat.

Heute ist die Janome Cover Pro 1000 cpx ein fester Bestandteil meiner Nähroutine und ich möchte sie nicht mehr missen. Sie erleichtert mir meine Arbeit ungemein und schenkt mir mit ihren hübschen Nähten immer die genaue Prise „Besonderes“ für meine Nähstücke.

Eine kleine Diva, welche mit Liebe und etwas Geduld dein Nähherz voll und ganz in Beschlag nimmt – DAS ist die Janome Cover Pro.

Danke liebes Nähpark-Team, dass ihr mir euer Vertrauen geschenkt und diese tolle Kooperation ermöglicht habt. <3

12 Antworten
  1. Elke
    Elke says:

    Danke für den tollen Bericht.Ich habe sie auch und merke, dass ich mich auch mal etwas mehr mit ihren Funktionen auseinandersetzen muss ;)

    Antworten
    • Moni
      Moni says:

      Mir hat auch der Austausch mit anderen Cover-Besitzern und verschiedene Foren geholfen – da gibt es viele, viele Tipps! :) Viel Spaß!

      Antworten
  2. Dorothee
    Dorothee says:

    Das ist so schön geschrieben, vielen lieben Dank!
    Ich habe die gleiche Maschine und bin noch am üben – aber ich liebe sie jetzt schon :-)

    LG Doro

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  3. Julia
    Julia says:

    Hi Moni,

    das sieht wirklich sehr professionell aus, was dir da so alles von der Nadel hüpft! Die Kleidchen von der Püppi sind ja zuckersüß. Vor allem der Fuchsstoff ist ein echter Hingucker. Ich freue mich jedes Mal von dir zu lesen. Lg Julia

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  4. Jenny/ Kayhuderfjaeril
    Jenny/ Kayhuderfjaeril says:

    Hallo Moni,
    ich habe das vorgänger Modell gebraucht von einer Nähbloggerin übernommen, die mit der Janome so gar nicht zurecht kam. Mein Glück, den ich hatte mich vorher schon durch Berichte, wie deiner auch, sehr gut informieren können und wusste von den Anlaufschwierigkeiten. Somit habe ich auch nicht gleich die Flinte ins Korn geworfen und ich komme mit meiner Maschine sehr gut aus ;-)
    Aber ich hätte trotzdem gerne gewusst wie diese “ schwarzen Nadeln“ heissen… ich kenne nur die mit dem Zusatz „SUK“

    Liebste Grüße Jenny

    Antworten
    • Moni
      Moni says:

      Liebe Jenny, das klingt toll! Du, die schwarzen Nadeln sind im Text sogar verlinkt. Ich habe sie auch im Nähpark gekauft (falls du den Link nicht anklicken kannst, gebe in de Suche bei Nähpark einfach „schwarze Nadeln)

      Antworten
  5. Steffi
    Steffi says:

    Hallo, super Bericht, habe mir die Diva vor kurzem auch gekauft. Gerade nähte sind kein Problem, bei mir scheitert es mein bei kurven, wie z.b. Am Kragen . Gibt’s da ein Trick?.vielen lieben dank.lg steffi

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