Du bist in meinem Kopf angekommen.

Auf dem Weg zum einkaufen läuft mir eine Mama mit ihrem frischgeborenen Baby entgegen. So klein, dass nur die Fingerspitzen und ein bisschen von den Beinen zu sehen sind, welche aus der Babytrage schauen. Sie ist nicht geschminkt und ihre Augenringe erzählen von ihren Nächten. Vielleicht gucke ich die beiden einen Moment zu lange an, denn auf einmal fängt sie meinen Blick auf und lächelt. „Frohe Weihnachten!“, ruft sie mir entgegen und legt ihre Hand auf den winzigen Babypo ihres Kindes. Ihre Augen überstrahlen plötzlich ihre Müdigkeit. Ihr Glück ist für mich zum greifen nah und dann wird es mir plötzlich bewusst:

Ich weiß genau, wie sie sich fühlt. Ich kenne die vielen Sorgen, Ängste und die Verantwortung, welche man in die Arme schließt sobald man sein Glück geboren hat aber, und das sehe ich in diesem Augenblick ganz klar, die Zufriedenheit solch ein Wunder erleben zu dürfen übertrifft einfach alles.

Mich überwältigt diese Tatsache und ich kann ihr gar keine ebenso schönen Festtage wünschen. Wir laufen aneinander vorbei. Ich lächele verlege und meine Gedanken schweifen zu dir, in mirWeiterlesen

Ich schlief nicht gut.

Oh, Moment, warte: Ich schlief unfassbar gut EIN. Als wäre mit dem positiven Schwangerschaftstest in meinem Körper ein Schalter Namens „Schwangerschaftssymptome“ gekippt. Da war sie, die Müdigkeit. Es mag möglicherweise auch daran liegen, dass ich einfach so überwältigt von der Tatsache war, dass kaum das mein Kopf das Kissen berührte ich einschlief. Augenblicklich. Ohne großes Tamtam.

Aber dann Schlug die Uhr drei Mal und ich war hellwach. Selbst der Held und mein, nicht mehr so kleines Baby schliefen tief und fest neben mir. Mit jedem Atemzug der beiden, schoß ein neuer Gedanke in meinen Kopf. „Gott sei Dank, haben wir uns vor wenigen Monaten für den Sieben-Sitzer beim Autokauf entschieden“„Ah, Mist! Die Eingewöhnung des Kleinsten im Kindergarten, wird genau in die Geburt-Zeitspanne des Babys fallen.“„Was wenn ich das alles nicht schaffe?“„Habe ich in den letzten Wochen irgendwas gegessen oder getrunken, was dem Baby hat schaden können?“„FOLSÄURE!! Ich habe gar keine Vitamine zu mir genommen. Oben im Küchenschrank müssten doch noch eine Packung liegen… Oder war die schon abgelaufen?“  Weiterlesen

(10.12.2017)

Eigentlich war alles wie immer. Es ist Sonntag – einer der besonderen Art und zwar der zweite Adventssonntag. Ich durfte ein bisschen länger schlafen als der Rest der Bande und bin ganz zerstrubbelt die Treppe hochgegangen um alle meine Jungs zu begrüßen. Das Tochterkind verbrachte den Vormittag noch bei ihrem Papa und sollte später am Nachmittag nach Hause kommen.

Während alle anderen schon gegessen haben, war mein Hunger nicht vorhanden. Also machte ich mir Wasser heiß und goss eine große Tasse Tee auf. Meine Fingerspitzen wärmten sich an dem warmen Porzellan und ich krabbelte nochmal unter die Decke auf dem Sofa. Genau in dem Moment begann es zu schneien. Erst viele kleine Flocken. Dann schwerer und große. Jeder Baum am Fenster wurde rasch mit einem weißen Mantel zugedeckt.

Ihr wisst ja, ich liebe, wirklich LIEBE den Schnee! Er weckt in mir so viele Kindheitserinnerungen, welche meine eigenen Kinder nur selten zur Verfügung stehen. Schnell rief ich dem Helden zu, dass wir uns am besten gleich auf den Weg machen um eine große Runde spazieren zu gehen und der kleinste Mann im Haus danach sein Mittagsschläfchen halten kann. Er fand die Idee toll und somit machten wir uns kurze Zeit später auf den Weg nach unten um uns fertig zu machen.  Weiterlesen

(Mittwoch, 8.11.2017)

Schon seit Tagen werde ich von J. lauthals singend durch unseren Alltag begleitet und eins kann ich euch sagen: Er hat definitiv mein Organ und Temperament geerbt! Holla! Er nimmt auch kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht, fremdsprachliche Lieder zu singen. So klingt das kölsche Sankt Martin Lied “D’r hellije Zinter Mätes” (Ok, ich musste es wirklich durch die Suchmaschine jagen und habe mehrere geschriebene Version des Titels gefunden. So sieht es für mich am schönsten aus :D) in seiner Version wie ein krasser Rapsong.

Alles dreht sich um die Laterne oder das Schwert. Voll der coole Mann, dieser Sankt Martin. Reitet auf einem Pferd und darf mit einem Schwert seine Klamotten zerschneiden. Sein neuer Held! Nach Batman natürlich! Apropos: Zusammen mit Papa hat er witzigerweise eine Fledermaus-Laterne gebastelt, denn alljährlich wird diese zusammen mit den Papas im Kindergarten gestaltet. Aber weil der Held dieses Jahr zu dem Zeitpunkt auf Geschäftsreise war, haben die beiden das Set nach Hause mitbekommen und konnten hier mit dem Schneiden und Zusammenkleben loslegen.
Leider findet in diesem Jahr kein großer Laternen-Umzug im Kindergarten statt, aber ein kleines Feuer und leckere Weckmänner mit einem heißen Kakao warteten trotzdem auf die Kinder. Nur gut , dass in ein paar Tagen schon der große Laternen-Umzug von M.’s Schule stattfindet, bei welchem wir uns dann einfach am Ende anschließen und hinten mit J. und E. mitlaufen werden. Dann wird es auch viel Musik, einen “echten” Sankt Martin auf einem Pferd und ein riesengroßes Lagerfeuer, welches von der örtlichen Feuerwehr betreut wird, geben. Darauf freue ich mich schon so sehr! 
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Ganz schön super, eine Freundin zu haben, die jede Menge Spaß an Mode hat! So kam es, dass ich für sie nähen durfte. Gar nicht so einfach, sich durch die Schnittmuster-Welten zu wühlen, wenn es mal kein „Curvy“-Kleidungsstück werden soll. Heute zeige ich euch deshalb „Frau Nora“ von Hedi näht aus ganz wunderbaren Jacquard von Albstoffe und Hamburger Liebe, welchen ihr aktuell in der „Pattern Love“ Kollektion finden könnt.

Den Sweater-Schnitt von Nina wollte ich schon ganz lange mal nähen und bin von dem tollen Kragen, welcher so überhaupt nicht 0815 ist, total angetan. Den Beleg des Kragens habe ich aus KnitKnit-Jacquard, ebenfalls von Albstoffe, in der Farbe Magenta gemacht. Perfect Match – würde ich sagen, oder?  Weiterlesen