Fledermäuse fliegen an Sankt Martin tief

(Mittwoch, 8.11.2017)

Schon seit Tagen werde ich von J. lauthals singend durch unseren Alltag begleitet und eins kann ich euch sagen: Er hat definitiv mein Organ und Temperament geerbt! Holla! Er nimmt auch kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht, fremdsprachliche Lieder zu singen. So klingt das kölsche Sankt Martin Lied “D’r hellije Zinter Mätes” (Ok, ich musste es wirklich durch die Suchmaschine jagen und habe mehrere geschriebene Version des Titels gefunden. So sieht es für mich am schönsten aus :D) in seiner Version wie ein krasser Rapsong.

Alles dreht sich um die Laterne oder das Schwert. Voll der coole Mann, dieser Sankt Martin. Reitet auf einem Pferd und darf mit einem Schwert seine Klamotten zerschneiden. Sein neuer Held! Nach Batman natürlich! Apropos: Zusammen mit Papa hat er witzigerweise eine Fledermaus-Laterne gebastelt, denn alljährlich wird diese zusammen mit den Papas im Kindergarten gestaltet. Aber weil der Held dieses Jahr zu dem Zeitpunkt auf Geschäftsreise war, haben die beiden das Set nach Hause mitbekommen und konnten hier mit dem Schneiden und Zusammenkleben loslegen.
Leider findet in diesem Jahr kein großer Laternen-Umzug im Kindergarten statt, aber ein kleines Feuer und leckere Weckmänner mit einem heißen Kakao warteten trotzdem auf die Kinder. Nur gut , dass in ein paar Tagen schon der große Laternen-Umzug von M.’s Schule stattfindet, bei welchem wir uns dann einfach am Ende anschließen und hinten mit J. und E. mitlaufen werden. Dann wird es auch viel Musik, einen “echten” Sankt Martin auf einem Pferd und ein riesengroßes Lagerfeuer, welches von der örtlichen Feuerwehr betreut wird, geben. Darauf freue ich mich schon so sehr! 

Nichtsdestotrotz war J. heute selig, im Dunklen durch die Straßen marschieren zu dürfen, die leuchtende Laterne in der Hand und das Funkeln des Zaubers eines Lichterfestes in seinen Augen. Der Held und ich wärmten uns kurz am Feuer, während die Kinder genüsslich ihren Weckmann verspeisten. Familienleben kann so schön sein, echt jetzt! Teil 1 von Sankt Martin haben wir damit für dieses Jahr auch abgehakt. Und ihr so?

Am Ende haben wir noch kurz die beste Freundin von J. aus dem Kindergarten getroffen und da musste auch ich selig grinsen, weil er mir erklärt hat, dass das Mädchen ihn “voll lieb haben” würde. Er sie selbstverständlich auch. Ist klar, oder? Von dieser Einfachheit der Liebe sollten sich viele Menschen eine dicke Scheibe abschneiden, finde ich!

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