Ich wollte euch an erster Stelle meinen Dank aussprechen. Mich erreichten gestern so viele Nachrichten, Gedanken und Wünsche zum Geburtstag des Minis, dass ich die eine oder andere Träne wegblinzeln musste. Eure Kommentare haben mein Herz berührt und mir gezeigt, wie sehr ich dieses „Blogdings“ doch vermisst habe!!

Mir ist es wichtig, noch ein paar Worte zu Geburt des kleinen Helden zu sagen:
Vielleicht ist es sinnvoll, zuerst etwas zur Geburt der Püppi zu erzählen. Die Geburt meiner Tochter war ein Wunder und eine Erfahrung, die ich so bisher noch nicht in meinem Leben gemacht habe. Ich habe ein Leben geschaffen und zu lieben gelernt, wie ich es nie hätte für möglich gehalten.

Dennoch hat die „technische“ Seite dieser Geburt mich sehr geprägt. Ich erlitt Ängste und Schmerzen, die ich später so tief in mir vergraben musste, wie ich nur konnte. Die klinische Atmosphäre, Sorgen um meine Tochter, Druck, Fehler und Unverständnis des Krankenhauspersonals sorgten schlussendlich dafür, dass ich kaum gute Erinnerungen aus diese Geburt behalten habe.

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Wir Menschen neigen sowieso dazu, uns schlimme und schlechte Situationen viel stärker und präsenter zu merken – was mir in der Schwangerschaft mit dem kleinen Mann echt zu schaffen gemacht hat. So hatte ich von Anfang das Bedürfnis in dieser Schwangerschaft eine Beleghebamme zu haben. Der Wunsch nach einer konstanten Person, welche ich vorher kennen und hoffentlich lieben lernen durfte, war so groß wie nie. Dabei bin ich eigentlich eine Person, die gut mit fremden Menschen kann und nie angewiesen auf „persönliche“ Betreuung war.

Nachdem ich feststellen musste, dass ich keine Beleghebamme „bekommen“ konnte (entweder passte die Sympathie nicht oder es war einfach ein ungünstiger Zeitpunkt und die Hebammen mussten mir absagen, weil die Wochen in denen ich sie benötigt hätte, in das Ferienende fielen und sie so im Urlaub waren bzw. eigene Kinder zum Schulanfang etc. begleiten mussten.) entstand in mir eine tiefe Angst vor der bevorstehenden Geburt. Um wenigstens im Wochenbett und in der Vorsorge gut betreut zu sein, bemühte ich mich um den Kontakt zu der Hebamme, die beide Geburten meiner Schwester betreut hat. (Leider keine Beleghebamme)

Diese Hebamme hat es geschafft, dass ich mich komplett in ihrer Betreuung fallen lassen konnte. Die gegenseitige Sympathie war so groß, dass wir schnell zu Freunden wurden. Die Meinung meiner Hebamme war für mich um so vieles relevanter als die der Ärzte – schlichtweg aus dem Grund, weil ich wusste, dass sie für „mich“ spricht. Sie kannte meine Sorgen, Ängste und meinen Körper so gut wie es keine Frauenärztin konnte.

So erzählte ich ihr von Anfang an, dass ich keine Wehen selbständig „produzieren“ würde. Ich war mir innerlich so sicher, dass ich wieder über den Termin gehen würde und am Ende eingeleitet werden müsste. Das es dann tatsächlich so kam, überraschte meine Hebamme sehr und führte zu vielen Gesprächen im Wochenbett zu dem Thema. Meine Ängste vor der Einleitung und der Situation im Krankenhaus war so tief, dass ich es möglicherweise selbst verschuldet habe. Habe ich meinem Körper vielleicht verboten zu „gebären“? Das sind Fragen die womöglich ein Gespräch bei einer Fachperson erfordern.

Die Tatsache, dass ich erneut auf die künstliche Einleitung durch die Tablette gebraucht habe, war schlichtweg niederschmetternd für mich – dennoch war in dieser Situation etwas gravierendes anders: Ich hatte all dies schon mal erlebt. So begannen für mich meine inneren Matras:

 „Ich würde mitarbeiten.“ „Das ist MEIN Körper.“ „ICH würde mich nicht in dem Schmerz verlieren.“

So konnte ich viel bewusster bei der Geburt des kleinen Helden teilhaben. Meine Wünsche stellte ich an erste Stelle – deshalb fuhr ich die diensthabende Hebamme am Anfang so doof von der Seite an. Bei der Geburt der Püppi musste ich mich immer hinlegen, obwohl ich so oft erklärt hatte, dass ich die Wehen viel besser im Stehen verarbeiten konnte.

Die Hebamme bei der Geburt des Minis war aber sehr einfühlsam und hat es geschafft, meine „innerlichen“ Wunden – was die Geburt betrifft – zu heilen. Ich war in der Lage, ihr meine Wünsche zu äußern und sie ging perfekt auf mich ein – dadurch entstand genau das, was man in dieser Situation gebraucht hat: Ein Team.

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, WIE dankbar ich meiner Hebamme zu Hause und der diensthabenden Hebamme im Krankenhaus bin. Der kleine Mann war ja um einiges größer, schwerer und vom Kopfumfang weiter als die Püppi (Zum Vergleich: Püppi – 51cm/3480g/34,5cm KU und der Mini: 58cm/4590g/37cm KU). Dennoch bin ich bei dieser Geburt weder gerissen, noch musste ich geschnitten werden. Das lag schlichtweg daran, dass kein Druck in der Austreibungsphase entstand. Wir haben „gemeinsam“ den kleinen Mann behutsam Millimeter für Millimeter aus mir geschoben und bei der Püppi hieß es damals auf „Drill“ der Ärzte quasi „Schieß die Püppi aus dir.“ (Ich riss damals im 2. Grad und musste genäht werden)

Was ich eigentlich sagen wollte: Die Geburt des kleinen Helden hat mich geheilt – Ich bin mit diesem Thema nun völlig im Reinen und habe wieder zu mir gefunden. Ich habe es geschafft, mich nicht zu verlieren und dennoch die Chance bekommen mich fallen zu lassen, wenn ich es wollte.

(Und beim nächsten Baby macht meine Herzhebamme eine Ausnahme und begleitet mich dann auch in der Geburt – vielleicht sogar zu Hause?)

13 Kommentare
  1. nelll sagte:

    ach wie schön moni, dass du die zweite geburt so erleben konntest. und auch alles gute nachträglich an den kleinen helden. wir habe unsere ersten kinder mit nur einem abstand von 1 woche geboren und ich konnte dir damals so nachfühlen.

    mich hat die geburt von meinem zweiten kind auch mit der ersten versöhnt.
    bei der ersten (auch einleitung) hab ich mich sehr fremdbestimmt gefühlt, trotz beleghebamme.
    in der zweiten schwangerschaft hatte ich viel zu verarbeiten und habe mich dann für eine hausgeburt entschieden.
    das beste was ich tun konnte. mein körper hat eigene wehen produziert (allerdings erst ET +10) und in 2 Std.
    war unsere tochter geboren. klar tat es weh, aber ich hab einfach nur getan, was mir gut tat.
    und das war laufen laufen durch die ganze wohnung. und keiner redete mir rein.
    nie hätte ich gedacht, dass mir mal so eine schnelle geburt passieren würde.
    aber wenn der umkreis stimmt kann man oft besser loslassen.

    liebe grüße
    nelll

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    • Moni sagte:

      Ja dieses „fremdbestimmt“ entsteht einfach dadurch weil man es nicht besser weiß. Man ist von seinen Gefühlen und Empfindungen überwältigt und bettelt förmlich um Anleitung. Leider sind auch diese Berufe total unterbesetzt und so muss sich eine Hebamme evtl um zu viele Gebärende kümmern das da manchmal die Geduld auf der Strecke bleibt, ist da nur natürlich.

      Ich habe beide Male ambulant entbunden (ich bin so gar kein Krankenhaustyp und für unser drittes Kind setzte ich mich gerade sehr mit dem Thema Hausgeburt auseinander) Schön das ich dann von dir von so einem positiven Erlebnis hören darf! Hach!

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  2. Liehnchen sagte:

    Ich danke dir, für diese klaren,ehrlichen und wahren Worte. Mir ging es ungefähr ähnlich, meine erste Geburt war eine 32std dauernde Einleitung in der ich stundenlang nur liegen durfte und und und…das beschwerte mir schon in der zweiten Schwangerschaft schlimme Ängste, die ich gut versteckte bis zum ET, an dem sich leider nichts tat und meine Angst wuchs mir schlich über den Kopf. Et+7 ging es dann aber doch Gott sei dank von alleine los (wahrscheinlich weil der große Krank war und ich immer dachte nur heute nicht bitte heute nicht). Vor den Kreissaaltüren ging dann aber nichts mehr, ich setzte mich weinend auf den Boden und konnte dort nicht alleine eintreten, aus purer Angst.
    Einer dritten Geburt würde dank dieser kurzen 6,5std Erfahrung mit nur 2std wirklich schmerzhaften Wehen freudig entgegen sehen. Ich bin wahnsinnig dankbar das ich es so erleben durfte.
    Nun hab ich so viel geschrieben, ohje.
    Ich wollte eigentlich nur danke sagen , dass du uns teilhaben lässt und man das Gefühl hat nicht alleine zu sein mit solchen/diesen Ängsten.

    Glg Steffi

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    • Moni sagte:

      Ich habe zu danken!!! Danke das dieser Austausch durch euch so möglich ist und schön wenn wir auch nur einem Menschen dadurch irgendwie eine Hilfe sein können <3

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  3. steffi sagte:

    ach das ist so schön zu lesen und ich freu mich sehr für dich, das du deine wunden heilen konntest! ich werde selber leider nie diese erfahrung machen dürfen und fand es sehr schön, deinen ausführlichen bericht zu lesen.
    herzlichen glückwunsch zu diesen zwei tollen kindern und ein hoch auf einfühlsame, kompetente hebammen!

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  4. Betty sagte:

    Liebe Moni!
    Auch ich kann mich in diese Erfahrungsberichte einreihen ….
    Erster Sohn : lange , schwere Geburt & eine missglückte PDA . ( mit unlustigen Nachbehandlungen …) . Dadurch musste ich auch im KH bleiben . Hier blöde Hebammen & Ärzte ….
    Keine Stillanleitung ….. Nach zwei Wochen eine OP … Und , und , und …..
    Bei meinem 2. Sohn habe ich mir geschworen :dass muss hier absolut anders laufen …!
    Auch hier hatte ich eine schlimme Schwangerschaft …. Spucken bis zum 8 Monat ( hatte dann bei der Geburt wenigstens mein Normalgewicht …) , ständig im KH für Infusionen …. Und , dass alleine mit einem 2 jährigen ….
    Aber : ich habe mir eine Super Vorsorgehebamme gesucht ! Sie hat mich so sehr unterstützt !!! Und hatte sehr , sehr viel Verständnis für meine Sorgen …!
    Wie wird die nächste Geburt ? Kann ich ein zweites Kind so sehr lieben , wie mein erstes ?! Schaffe ich’s alleine mit zwei Kindern ?! Wie schafft mein Körper die Geburt ? Kann ich diesmal stillen ….
    Und alles ging gut ! Ein 4 kg Kerlchen ( trotz meinem wahnsinns Gwichtsverlust !!) !
    Eine ziemlich schnelle Geburt in der Badewanne ( konnte ich grad noch rein hüpfen …) .
    Eine tolle Hebamme !!!
    Und 3 1/2 h später war ich mit dem Kerlchen Zuhause ! Und ich konnte es gleich genauso lieben , wie seinen großen Bruder !!!!
    Und stillen hat auch geklappt ! Durch eine frühere OP konnte ich zwar nur mit der linken Brust stillen , hat aber absolut gereicht ! Und nicht , wie’s mir die blöden Hebammen bei meinem älteren Sohn mitgeteilt hatten , dass ich gar nicht stillen könnte …..!
    In der Zusammenfassung kann ich sagen :
    Beim ersten Kind bin ich entbunden WORDEN .
    Das zweite Kind habe ICH geboren .
    Ach ja : und mit der Nachsorgehebamme habe ich mich so gut verstanden , dass sie auch Taufpatin wurde !

    Liebe Moni !
    Ich wünsche mir richtig , dass Ihr mindestens noch ein Kind bekommt !! Denn ich glaube , dass es auch ihm so wundervoll gut geht bei Euch , wie schon den beiden anderen tollen Kindern !!
    Soooo viel Liebe ….!
    Mach ‚ weiter so ! Du scheinst eine wundervolle Mutter zu sein & Dein Held ein wundervoller Vater !
    Und dadurch seid Ihr sicherlich für viele ein großes Vorbild !
    Und dass ist 10000 mal mehr wert als irgendeine App , oder ein theoretischer Ratgeber …..!
    Alles Liebe !
    Betty

    Antworten
    • Moni sagte:

      Danke, danke, danke!! Jetzt muss ich wirklich erst Mal ein bisschen weinen. Es gibt einfach Themen die umschlingen dein Herz so fest, das Tränen rollen als würde man eine Zitrone pressen.

      „entbuden worden“ das beschreibt so vieles bei mir SO gut und ich freue mich so sehr dass du beim zweiten Kind ebenso „geheilt“ wurdest!

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  5. Ich sagte:

    An der Stelle mal einen HEIDEN Respekt an alle Mütter.

    Ich selbst bin der Idee Kinder zu haben absolut nicht abgeneigt – aber (als Frau) sage immer „Ich habe keine Angst davor Vater zu werden, MUTTER werden macht mir Angst“.

    Schwangerschaft, Geburt… das sind alles furchtbar einschüchternde Sachen und jeder der sich da durch kämpft ist furchtbar mutig und tapfer und hat meinen vollen Respekt.

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  6. Betty sagte:

    Ich finde es auch beeindruckend , was wir Frauen / Mütter so leisten ! Und das meine ich so !
    Jeden Beruf kann man lerne – aber hier wird man “ ins kalte Wasser geschubst „…
    Puh ! Manchmal gar nicht so einfach ! Und so viele Dinge , die wir als Töchtern bei unseren eigenen Müttern völlig bescheuert fanden , können wir nun besser verstehen … Auch sie wurden „geschubst “ ….
    Aber was ich doch phänomenal finde : die Natur ist doch einfach richtig clever ! Wir wissen zwar – hier hat was richtig weh getan bei der Geburt …. Aber “ wie “ stark vergisst man – und zwar ratzfatz , sobald man so ein kleines Menschlein auf dem Bauch liegen hat … Es entschädigt seine Mutter pronto ! für alle Strapazen …. Sicher , es gibt auch hier im
    Alltag oft ein paar Startschwierigkeiten : Müdigkeit , Verzweiflung , wenn man das Weinen nicht deuten kann
    , Nachwehen
    , vielleicht eine Brustentzündung …. Aber : die Liebe zu so einem kleinen Menschlein ist meist von Anfang an so groß , dass man es schaffen kann & will !!!!
    Deswegen : wir Menschen wären schon längst ausgestorben , wenn es nicht schon soooooo lange mutige & starke Frauen auf der ganzen Welt geben würde !!!
    Und : ich finde , wir müssen uns immer wieder vor Augen führen , WIE gut es uns Frauen hier in unserem Land geht ! Wir sind Krankenversichert , können uns frei Ärzte & Hebammen wählen , können an einem friedlichen (!)
    und sauberen Ort entbinden … Haben soziale & finanzielle Hilfe , wenn wir sie brauchen , haben fließend , sauberes Wasser ….
    Ich glaube , zum Nachteil kann es sein , dass wir manchmal ein bißchen zu viel nachdenken & untersuchen …. Das kann manchmal mehr Ängste hervorrufen als nötig & unsere innere Stimme verstummen lassen …. Ich denke , dass ist etwas , das WIR hier lernen müssen : mehr SELBSTVERTRAUEN !!!

    Antworten
  7. Claudia sagte:

    Liebe Moni,
    wie gut ich deine Gedanken und Gefühle nachvollziehen kann. Die Geburt meiner ersten Tochter war in allen Akten ein schlechter Film – ich bekam zwar sponat Wehen, welche aber leider kaum Wirkung zeigten. Diese sehr schmerzhaften Wehen sollten 33 Stunden dauern, bis mein kleiner Dickkopf geboren war. Während dieser Stunden wurde ich vom Krankenhauspersonal nicht ernst genommen, was bedeutete, dass ich zwar irgendwann eine PDA empfohlen und gelegt bekam, welche aber falsch lag und mich nicht betäubte. Kommentare wie „Ohne diese PDA wären die Schmerzen noch viel stärker“ ließen mich daran zweifeln, warum man sich ernsthaft noch ein zweites Kind wünschen sollte. Nach einem Schichtwechsel und vielen schmerzhaften Stunden, Schreien und Tränen gab es irgendwann zwar ein Erbarmen und eine neu gelegte PDA, welche dann auch wirkte, aber der Schlafmangel und der sich immer weiter steigernde Frust, konnten dieses Geburtserlebnis nicht mehr retten. Nach 1 1/2 Tagen im Kreissaal kam dann schließlich morgens, an einem Samstag um kurz vor 10 Uhr, ein Arzt in den Raum und wies mich an, ich solle doch jetzt pressen. Durch die Schmerzmittel fühlte ich allerdings unterhalb meiner Brust gar nichts mehr und konnte nicht ausmachen, ob und wann eine Wehe kam, was schlussendlich noch zu einem Schnitt und einer Geburt mittels Saugglocke führte. Da war sie dann endlich, mein kleines Mädchen – doch mich hatte diese Geburt so viel Kraft gekostet, dass ich noch im Kreissaal neben diesem kleinen Menschen ohnmächtig wurde und wir beide ihren Geburtstag fast ausschließlich – sie in meinem Arm – geschlafen haben. Ich habe sie die ersten 3 Tage kaum tragen können, weil meine Kräfte nur langsam wieder kamen. Meine Vorstellungen vom ersten Kennenlernen waren während der Schwangerschaft gänzlich andere gewesen.

    Bei meinem zweiten (noch) Baby war es dagegen ein wundervoller Film mit perfektem Happy End. Nach einen Blasensprung früh morgens und einem ganz entspannten Wehenbeginn zuhause hatte ich nach insgesamt nur 6 Stunden ein wunderschönes Mädchen im Arm und konnte sie selbst aus dem Kreissaal tragen. Es war für mich tatsächlich einfach alles perfekt. Aufgrund der schnelle der Abläufe vollkommen ohne Schmerzmittel und einem Geburtsablauf nach meinen Wünschen und Bedürfnissen. Deine Mantras kommen mir so bekannt vor – ich sagte mir immer wieder „Ich schaffe das“, „Diese Schmerzen sind gleich ist es vorbei und ich darf mein Baby endlich in den Arm nehmen“.

    Es hat 5 Jahre gedauert, bis ich mich zum zweiten Mal auf das „Abenteuer Geburt“ eingelassen habe und diese zweite Erfahrung hat auch meine Selbstwahrnehmung als Frau und Mutter so sehr bestärkt. War die erste Geburtserfahrung im Rückblick fremdbestimmt, unkontrollierbar und auch erniedrigend, so hat die zweite Geburt alle diese Wunden verheilen lassen. Der Glaube an sich und seine Kräfte macht auch schwere Wege und Hürden leicht zu gehen und lässt sie hinter uns zurück. Wir haben unsere Angst überwunden :)

    Antworten
  8. Frau Shopping sagte:

    Ich hätte auch gerne eine Beleghebamme, aber es gibt einfach keine mehr. Durch die miese Versicherungspolitik können es sich die Hebamme nicht mehr leisten und so gibt es in meiner Umgebung nur noch eine Frau, die als Beleghebamme arbeitet. Sie ist um meinen ET herum im Urlaub und ich war sehr, sehr niedergeschlagen als ich das erfuhr. Und ich bin sonst auch kein Freund von fremden Leuten, aber in diesem Fall hätte ich mir gerne die entsprechende Betreuung gewünscht. Nun hoffe ich, dass es mir nicht so geht wie dir und vielen anderen Frauen und ich im Krankenhaus trotzdem das machen kann, von dem ich meine das es mir gut tut und hilft.

    Schön, dass dich die zweite Geburt versöhnt hat. :)

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    • Moni sagte:

      Ich wünsche es dir sehr! Du schaffst das – vielleicht war es bei mir auch die Gesamtsituation: Einleitung, erstes Kind, allein erziehend und dann dieses Gefühlschaos der ersten Geburt.
      In meinen Augen ist die Versicherungspolitik für die Hebammen UNTRAGBAR und UNMENSCHLICH und ich kann es nicht fassen da sich nicht was grundlegendes ändert…

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  9. Sara Ö sagte:

    Hi du Liebe,

    Als ich diesen Blog-Eintrag gelesen habe, kamen mir fast die Tränen. Ich bin selbst Hebamme im Klinikum und daher mein großes Anliegen, dass die Frauen sich nicht wie im Krankenhaus fühlen, sondern sowohl von der Raumatmosphäre als auch von mir als Person immer eine Vertrauensperson zu werden und das erfordert viel Kraft, macht aber den Unterschied. Es tut so gut zu hören, wie das bei dir ankam! Ich wünsche dir so sehr weiterhin positive Erfahrungen und dass die von der ersten Geburt immer mehr verblassen dürfen. Du bist eine wunderbare Mama und hast zwei wundervolle Kinder!
    Mit herzlichen Grüßen,
    Sara

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