Der Morgen danach

Ich schlief nicht gut.

Oh, Moment, warte: Ich schlief unfassbar gut EIN. Als wäre mit dem positiven Schwangerschaftstest in meinem Körper ein Schalter Namens „Schwangerschaftssymptome“ gekippt. Da war sie, die Müdigkeit. Es mag möglicherweise auch daran liegen, dass ich einfach so überwältigt von der Tatsache war, dass kaum das mein Kopf das Kissen berührte ich einschlief. Augenblicklich. Ohne großes Tamtam.

Aber dann Schlug die Uhr drei Mal und ich war hellwach. Selbst der Held und mein, nicht mehr so kleines Baby schliefen tief und fest neben mir. Mit jedem Atemzug der beiden, schoß ein neuer Gedanke in meinen Kopf. „Gott sei Dank, haben wir uns vor wenigen Monaten für den Sieben-Sitzer beim Autokauf entschieden“„Ah, Mist! Die Eingewöhnung des Kleinsten im Kindergarten, wird genau in die Geburt-Zeitspanne des Babys fallen.“„Was wenn ich das alles nicht schaffe?“„Habe ich in den letzten Wochen irgendwas gegessen oder getrunken, was dem Baby hat schaden können?“„FOLSÄURE!! Ich habe gar keine Vitamine zu mir genommen. Oben im Küchenschrank müssten doch noch eine Packung liegen… Oder war die schon abgelaufen?“ 

Minuten um Minuten verstrichen. An einschlafen war nicht mehr zu denken. Gegen Fünf war auch der Kleinste wach und zog seine Nase empört hoch. Recht hat er, dieser Schnupfen quält ihn jetzt schon so viele Tage. Später muss ich für ihn Zwiebel-Honig aufsetzen. Und plötzlich war es mir klar: Ich bin bereits Mama. Von drei wundervollen Kindern um mich und einem kleinem Wunder in mir.

Es wird also ein kleines Abenteuer. Wir werden uns sicherlich alle neu sortieren müssen. Viele Dinge müssen nun verschoben werden. Aber, und das ist das wichtigste, es verändert nichts an dem Punkt das ich eine Mama bin und dieser kleine Mensch in mir vertraut auf genau diese Tatsache. Das ich SEINE Mama bin und dafür werde ich mein Bestes geben.

 

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