Vor ein paar Wochen schrieb ich diesen Titel bereits schon einmal.
All die Liebe, Aufregung und Überraschung war genauso groß wie bei dir jetzt. Irgendwann werde ich sicherlich auf Junibaby 3.0 eingehen können ohne direkt wieder weinen zu wollen, aber heute, heute schaffe ich das noch nicht.

Heute bist du da – 3.1.
Heute bist du da und wir sind zusammen vier Wochen und 2 Tage schwanger.
DAS ist alles, was für den Moment zählt und durch dich fühle ich mich schlichtweg sicher.
Ich dachte, es würde genau das Gegenteil passieren. Die Sorge das all meine Gelassen- und Entspanntheit für immer davon sein würde, was eine erneute Schwangerschaft betrifft, hat sich nicht bewahrheitet. Denn als auf dem Schwangerschaftstest die Worte „schwanger“ standen, da wusste ich, dass alles gut sein wird. Nein, alles gut ist.

Ich weiß, dass ich irgendwann dein wunderbares Gesicht zwischen meinen Händen halten werde und kann mich an diesem Gedanken einfach nicht satt sehen.

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Außerdem begleiten mich alle möglichen Schwangerschaftssymptome. Da musste ich, Misses Ichmussmichnieübergeben, vorletzte Nacht tatsächlich sehr lange und sehr ruhig atmen, um nicht im Elchgalopp Richtung Toilette zu sprinten. Schließlich wollte ich meinem Namen alle Ehre machen und behielt (Teu Teu Teu) alles in mir. Trotzdem beschleicht mich immer wieder am Tag eine kurze Übelkeitswelle und manchmal kann ich mich nur knapp bremsen.

Zudem bin ich absolut appetitlos. (Ich!!!!)
Ich esse, weil ich es muss (und es mir eigentlich Freude bereitet). Aber so richtig Geschmack habe ich auf nichts. Der Gedanke an meine Lieblingsgerichte juckt mich nicht und selbst meine heißgeliebte Crème brûlée lässt mich kalt (Total verrückt!!!).

Hitzewallungen, bleierne Müdigkeit und immer wieder Ziehen im Mutterleib geben mir zusätzlich zu meinem sonst auch sehr straffen Alltag als berufstätige Mama den Rest. Der Haushalt hat sich schon beleidigt in die Ecke verkrochen, weil ich ihn so sehr vernachlässige…

Aber was will ich eigentlich jammern, schließlich erwartet mich das größte Abenteuer des Lebens und ich würde um nichts auf der Welt tauschen wollen – mit Niemanden!

Schwanger.
Diese Worte leuchteten mir heute morgen wie ein Signalfeuer im Dämmerlicht der Morgensonne entgegen.

Schwanger.
Eigentlich wusste ich es bereits kurz nach dem Eisprung. Jetzt werdet ihr denken, sie hat sie nicht mehr alle, aber es ist wahr. Direkt nach dem Eisprung begann es in meinem Unterleib unaufhörlich zu arbeiten. Für die Monatsregel einfach viel zu früh und deshalb wusste ich, dass es sich dort jemand gemütlich macht. Mein verrückter Urindrang mitten in der Nacht, als wäre ich bereits im 9. Monat, tat sein übriges dazu.

Später kam zu dem Ziehen und Zwicken auch die altbekannte Müdigkeit.

Dennoch: Das teilweise echt schmerzhafte Unterleibziehen gab mir am meisten Sicherheit und zum Ende des Zyklus auch ein bisschen Sorgen, dass du da bist.

Da bist du also.
Stellst alles auf den Kopf und lässt die wahren Prioritäten im Leben in den Vordergrund rücken.
Neben dir erscheint vieles schlichtweg nichtig.

Wir nennen dich liebevoll 3.1…
Glaube mir, hier warten vier Menschen sehnsüchtig auf dich!

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Ich wollte euch an erster Stelle meinen Dank aussprechen. Mich erreichten gestern so viele Nachrichten, Gedanken und Wünsche zum Geburtstag des Minis, dass ich die eine oder andere Träne wegblinzeln musste. Eure Kommentare haben mein Herz berührt und mir gezeigt, wie sehr ich dieses „Blogdings“ doch vermisst habe!!

Mir ist es wichtig, noch ein paar Worte zu Geburt des kleinen Helden zu sagen:
Vielleicht ist es sinnvoll, zuerst etwas zur Geburt der Püppi zu erzählen. Die Geburt meiner Tochter war ein Wunder und eine Erfahrung, die ich so bisher noch nicht in meinem Leben gemacht habe. Ich habe ein Leben geschaffen und zu lieben gelernt, wie ich es nie hätte für möglich gehalten.

Dennoch hat die „technische“ Seite dieser Geburt mich sehr geprägt. Ich erlitt Ängste und Schmerzen, die ich später so tief in mir vergraben musste, wie ich nur konnte. Die klinische Atmosphäre, Sorgen um meine Tochter, Druck, Fehler und Unverständnis des Krankenhauspersonals sorgten schlussendlich dafür, dass ich kaum gute Erinnerungen aus diese Geburt behalten habe.

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„Es kommt immer anders und vor allem als du denkst.”, kreist es in meinem Kopf während ich ohne Kleidung auf dem Bett sitze und weine. Eine Wehe nach der anderen überrollt mich und ich schaffe es nur knapp, dem Helden bei Beginn von jeder Bescheid zu geben, damit er die Wehen-Schreiber-App starten kann. “Verflucht, Mucki, du musst mir rechtzeitig Bescheid geben!” knirscht er währenddessen, weil die App hängt und damit keine vernünftigen Ergebnisse liefern kann, die für uns aufschlussreich wären.

In Wahrheit brauchten weder der Held, noch ich diese App, denn eins war uns klar: DAS waren Wehen und diese kamen alle 2 Minuten. Mühevoll stehe ich auf und heule ihn von der Seite an. “Wir müssen Mama anrufen, oder? Und was ist, wenn es am Ende doch Fehlalarm ist? Scheiße. Scheiße, ich kann das heute nicht mehr.” Mein Rücken krümmt sich und ich halte mich am Türrahmen fest. Die Wehen-App vibriert warnend in meiner Hand. “Achtung – Geburtsbeginn!” Die letzte Wehe war 1 Minute und 34 Sekunden her. “Scheiße, ich kann heute kein Kind mehr kriegen!”

Aber vielleicht fangen wir einfach von vorne an.

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