14+5

Lange habe ich hin und her überlegt wie ich diese Schwangerschaft in Bildern festhalten möchte. Es sollte sich ein bisschen zu den „0815“ Bildern unterscheiden aber dennoch den Fortschritt zeigen. Gar nicht so einfach, sage ich euch!

Schließlich habe ich mit Gegenlicht gearbeitet und dabei ist dieses tolle Schattenspiel entstanden! Ich mag es und bin schon ganz gespannt wie sich der Bauch nächsten Sonntag verändert hat. Meine Füße sehe ich nach wie vor und auch sonst empfinde ich den Bauch als nicht störend (aber präsent).

Morgen ist der nächste Termin bei der Frauenärztin und ich bin schon furchtbar gespannt ob ich nochmal einen Blick in den Bauch werfen darf. Es ist ja nun eine ganze Ecke her, als ich die kleine Birne in mir gesehen habe. Ein bisschen mehr freue ich mich jedoch auf den Termin mit meiner Hebamme am Dienstag! Denn da habe ich sie zu mir nach Hause eingeladen und freue mich schlichtweg sie wiederzusehen. Auf sie als Menschen und auch als meine Wegbegleiterin. Den mehrseitigen Vertrag, welchen sie mir beim letzten Mal (Habe ich euch davon eigentlich erzählt???) mitgegeben hat, habe ich bereits ausgefüllt und unterschrieben.

Aber jetzt genießen wir noch den letzten Tag des Wochenendes und lassen ihn in Ruhe ausklingen.

Die ersten 100 Tage dieser Schwangerschaft, sind mit heute geknackt! Yeah!

Ich meine H U N D E R T Tage, das ist schon eine besondere Nummer auch wenn ich ehrlich gestehen muss das der Alltag so viel Zeit und Aufmerksamkeit fordert, dass kaum Zeit übrig bleibt um es wirklich in ganzen Zügen zu genießen. Ein bisschen Besserung ist in Sicht, wenn der Vormittag bald für einige Monate nur mit alleine gehört und beide Kinder in der KiTa betreut werden.

Solche Zeitspannen muss man dann schlichtweg als Ladestation betrachten, denn in einem guten halben Jahr wird es wieder für mehrere Jahre nicht mehr so sein. Besonders freue ich mich darauf an diesen Vormittagen meinem Nestbautrieb vollen Lauf zu lassen. Ich liebe es alles „rein und fein“ zu machen und mir jede Ecke des Hauses vorzunehmen nur um am Ende wieder von Vorne anfangen zu dürfen. Ein schönes Zuhause entspannt mich (und meinen Geldbeutel eher nicht…). Dafür werden auch einige Dinge neu gekauft oder umgestellt.

Gestern unterhielt ich mich noch darüber das diese Schwangerschaft wie ein Geschenk ist und es tatsächlich jeden Morgen eine kleine Überraschung ist, wenn man in den Spiegel schaut. „Huch, da ist ja ein Baby in meinem Bauch!“. Viel greifbarer wird es wahrscheinlich, wenn wir endlich wissen welches Geschlecht das kleine bisschen Glück in mir hat. Denn sobald wir einen Namen haben, wird aus den Träumereien schlichtweg Vorfreude auf den kleinen Menschen, welcher uns wieder um so vieles bereichern wird.

Mama und Papa von drei Kindern. Zweifache große Schulkind-Schwester. Großer Bruder. All‘ das sind Aufgaben die uns erwarten und auf die wir uns freuen. Vor allem das Tochterkind kann es kaum erwarten endlich ihre Schwesternqualitäten vorzuführen. Sie streichelt den Bauch, hört so gerne den Herzschlag des Babys und freut sich auf den großen Ultraschalltermin in einigen Wochen, bei welchem sie dabei sein darf.

Der (kleine) große Bruder nimmt die ganze Angelegenheit sehr gelassen. Was ein Baby ist, ist im vollkommen klar. Schließlich ist er ein toller Puppenpapa und wiegt seine kleinen Schätze vorsichtig in den Schlaf, während er alle ermahnt leise zu sein. Danach werden die Püppchen zugedeckt und das Licht ausgeschaltet. „Heia machen“, voll klar. So läuft das in seiner Welt bei den Babys.

Die kleinen 10 Zentimeter Mensch in mir machen sich wahrscheinlich um das ganze Drumherum noch keine Gedanken. Es ist schlichtweg damit beschäftigt zu wachsen und ab und an so sehr in mir herum zu kullern, dass ich es sogar spüren kann. Es weiß noch nichts von der ganzen Aufregung welche es verursacht und hat auch noch keine Vorstellung wieviel Liebe es hier draußen erwartet.

Es sind nunmal die kleinen Dinge welche bedeutend sind. Das wusste ich schon immer! <3

Auf in die nächsten 100 Tage!

Huch, jetzt war ich echt erstaunt, dass der letzte Babyeintrag schon so lange her ist. Ich hätte wetten können, es kämen noch ein oder zwei danach. Wahrscheinlich habe ich diese so oft in meinem Kopf geschrieben, dass mein Unterbewusstsein deshalb davon ausging. Verrückter Bloggerkopf!

Mit dieser Woche haben wir die riskanteste Schwangerschaftszeit hinter uns gelassen und die 13. Woche bestritten. Dennoch bleibt ein riesen Stück Unsicherheit da, solange ich dich nicht voll und ganz spüre. Ich meine, zwischendurch da könnte ich wetten, dass ich dich stuppsen spüre. So ganz leicht und dennoch eigentlich unverkennbar. Dadurch, dass es aber sofort wieder verschwindet, bleibt trotzdem die Frage: „Warst das jetzt du?“.

Deshalb habe ich zu einem Doppler gegriffen, um „wenigstens“ deinem Herzschlag ab und an zu lauschen. Ganz schön fummelige Angelegenheit, wenn man bedenkt, wie klein du einfach noch bist. Das erste Mal konnte ich dich erwischen, da war ich gerade in der der 11. Schwangerschaftswoche bei 10+6. Für diesen Moment bleibt dann schlichtweg die Welt stehen und man hört auf zu atmen vor lauter Angst, dich in einem Atemzug wieder zu verlieren.

Eine Woche später bei 11+6 und in der 12. Schwangerschaftswoche gab es dann die Wiederholung. (Ich schalle nicht so oft. Nicht unbedingt aus Sorgen, sondern weil ich es oft kurz vorm Schlafengehen mache und dann schlichtweg schon eingeschlafen bin, bevor ich überhaupt zum Doppler greifen konnte…)

Selbst dein Papa bekam große Augen, als ich ihm die Kopfhörer in die Ohren drückte und erklärte, dass es DEIN Herzchen ist, welches dort schlägt. <3

Ansonsten ist die Übelkeit bisher vollständig verschwunden. Dafür muss ich nun gefühlt alle paar Minuten auf Toilette rennen. Vor allem Nachts ist das für mich eine echte Herausforderung. Wie sehr sehne ich mir manchmal die Zeit in der ersten Schwangerschaft zurück, in der ich soviel schlafen und mich ausruhen konnte wie ich wollte. Nun stehen hier aber zwei weitere kleine Räuber auf der Matte, die nach Aufmerksamkeit verlangen. Deshalb läuft diese Schwangerschaft noch ein bisschen mehr „nebenher“ als es schon die letzte getan hat. Oft findet man schlichtweg nicht die nötige Zeit und vor allem Ruhe, dir gebührend zu zeigen, wie sehr wir uns auf dich freuen.

Mittlerweile haben wir auch einen zweiten Termin mit einem Hebammenteam, welches uns möglicherweise in dieser Schwangerschaft und bei unserer Hausgeburt betreut. Aber dazu erzähle ich dir ein anderes Mal mehr.

ENDLICH! ENDLICH konnte ich dich heute beim Ultraschalltermin wiedersehen! Wer auch immer sich diese vier Wochen Frist ausgedacht hat, ist doof! So!

Schon gestern Abend konnte ich vor lauter Aufregung und „Was wäre wenn“-Gedanken nicht einschlafen. Zum Glück lag mein Termin am frühen Morgen und ich brauchte mich nicht noch durch den halben Tag zu quälen. Vorher hatte ich noch einen schnellen Termin bei der Grundschule, um noch fehlende Unterlagen für die Einschulung deiner großen Schwester vorbeizubringen.

Weil wir deshalb ein wenig zu früh unterwegs waren, konnte ich noch eine Runde durchs Einkaufszentrum drehen und mich mit Zeitschriften für die mögliche Wartezeit eindecken. „Blöd“ nur, dass ich dann beim Doc gar nicht warten musste. Eine Runde Pipi, wiegen (öhm… zeigt die Waage einfach mal 2 Kilo mehr als unsere Haushaltswaage an… Das nenne ich GEMEIN!) und nochmal Blut abnehmen war an der Reihe. Beim letzten Mal hatte ich übersehen, den Toxoplasmose-Test in Auftrag zu geben und außerdem wurde der Eisenwert kontrolliert. (Er liegt bei 13 und ist somit so hoch wie noch nie bei mir. Yeah!)

DreiPUNKTeins7

Mein Blutdruck hat alle Schallmauern durchbrochen, so aufgeregt und gehetzt war ich. Erst bei der zweiten Messung nach dem Ultraschall hat er sich etwas beruhigt. Dennoch möchte ich die nächsten Tage eine Art Tagebuch führen um die Werte zu kontrollieren.

Die Ärztin schaute zuerst nach dem Muttermund, welcher laut ihrer Aussage wunderbar fest und verschlossen ist. Danach schallte sie zuerst über den Bauch und ich entdeckte dich sofort. Du bist mittlerweile ein ganz schön großes Gummibärchen geworden und ganze 3,5 cm groß. Dein Herz schlägt stark und du hast dich munter in deiner Fruchthöhle umher bewegt. Du bist zeitgerecht entwickelt und passt genau in die 11. Schwangerschaftswoche.

Nur seitlich konnten wir dich nicht aufs Bild bannen und damit keinen kleinen Blick auf die Nackenfalte werfen. Da wir uns gegen eine pränatal-diagnostische Untersuchung entschieden haben, werden wir diesbezüglich auch in den nächsten Wochen keine Anhaltspunkte haben. Es gäbe für uns so oder so keine Konsequenz daraus. Du bist du.

Während du also so vor dich hin schwammst, hast du deine Beine ausgestreckt und mit der linken Hand mir mehrfach zugewunken. Ich konnte sogar deine einzelnen Fingerglieder sehen (aber vergessen zu zählen *lach*)

Der nächste Termin ist mal wider erst in vier Wochen. Möp! Dann theoretisch sogar ohne Ultraschall. Doppelmöp. Und ich habe ganz vergessen nachzufragen, ob man in dieser Praxis einen Extra-Ultraschall dazubuchen kann. Muss ich nach den Feiertagen dringend nachholen.

Bis dahin erfreue ich mich einfach an dem Gedanken, dass du in mir bist. Du bist wirklich in mir!!! <3

„Ich war immer froh, wenn ich die 9. Woche geschafft hatte. Für mich war dann die erste risikoreiche Zeit vorbei“ erzählte mir Nina beim Besuch am Anfang der Woche als die zehnte Schwangerschaftswoche begann. Auch ich atme erstmal auf und freu mich, dass ich mittlerweile auch die zweite Monatsblutung verpasst habe. Auf Instagram hab ich euch ein bisschen von meinen Ängsten erzählt, als plötzlich alle typischen Schwangerschaftssymptome nicht mehr da waren und dass ich mich kaum freuen konnte, nicht mehr permanent die Übelkeit veratmen zu müssen.

War ich bereits in den ersten Schwangerschaften so ängstlich? Zum Teil ganz bestimmt.
Liebe bedeutet Sicherheit. Sicherheit bedeutet Verantwortung. Es gibt keine Verantwortung, wenn nicht auch ein paar Ängste vorhanden sind. Sicherlich spielt die vorangegangene Fehlgeburt auch eine Rolle, dass diese ersten zwölf Wochen ein Stückchen langsamer und zäher vergehen.

Dein Papa ist mir im Moment eine große Hilfe, wenn es um meine Ängste geht. Er fängt mich auf, beruhigt mich und schenkt mir Zuversicht durch seine positiven Gedanken. Alles ist gut.

Und weil alles gut ist, habe ich mich heute auch um eine Hebamme gekümmert. Die aktuelle Versicherungsproblematik macht diese ganze Geschichte zwar nicht einfach, vor allem wenn ab Sommer diese Gesetztesänderung tatsächlich in Kraft treten sollte, aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Ich möchte auch meine dritte Schwangerschaft nicht ohne eine Hebamme an meiner Seite bestreiten. Dieses Mal werde ich alle Hebel in Bewegung setzen, um jemanden zu finden, der mich von Anfang bis Ende begleitet und möglicherweise den Gedanken einen Hausgeburt mit mir reifen lässt.

Kekse

Jetzt heißt es abwarten und (am liebsten im Moment Früchte-)Tee trinken und die freie Zeit mit meinen Liebsten genießen!

Denn die Weihnachtstage rücken immer näher und nach Geburtstag, Nikolaus und der Adventszeit sehne ich ich ein bisschen nach einem Ende. Der Dezember ist hier einfach schlichtweg immer pickepacke voll. Und all der Trubel und die Hektik machen mich müde.  Aber nur so lange bis dies wieder vergessen ist und die Vorfreude auf diese besondere Zeit wieder überhand nimmt.

Noch zwei Mal schlafen! <3